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Foto (v.l.): Lenkungskreis: Christine Schlosser, Pater Anton Wölfl, Sonja Fuchs, Pfrin. Melanie Gießler, Christoph Romer, Pfr. Martin Schuster, Sr. Franziska Trögler, Pfr. Sven van Meegen, Achim Kaufmann, Sibylle Jäggle, Gerald Kaufmann, Claudia Schreiner-Braun Nicht auf dem Bild: Stefanie Mangold, Sebastian Röhler

Gottes Geist wurde in vielen Angeboten auf der LGS spürbar

Sibylle Schwenk

Die Verbundenheit mit der Natur gehört zum Wesen des Christseins. Zwischen Bäumen und Blumen, zwischen Erde und Himmel ist Gott spürbar – auf eine andere Art und Weise als in geschlossenen Räumen. Deshalb ist eine Landesgartenschau der ideale Platz, um Begegnungen von Menschen untereinander und diese besondere Beziehung zu Gott zu spüren. In Ellwangen hat der so genannte „Lenkungskreis“, bestehend aus 13 Frauen und Männern der christlichen Kirchen, ein tolles Angebot in verschiedenen Formaten geschaffen. Jetzt haben sie gemeinsam zurückgeblickt.

Ellwangen . Seit zweieinhalb Jahren treffen sich die Mitglieder des Lenkungskreises, um miteinander Ideen zu spinnen, zu verwirklichen, Aufgaben zu verteilen oder auch wieder loszulassen. „Es ist schön, dass wir uns treffen können“, ist die einhellige Meinung auch an diesem Abend, der alle gemeinsam ein Resümée über 163 Tage Landesgartenschau, genauer „Christen auf der Landesgartenschau“ ziehen lässt.

Was ist gewachsen in der Zeit der ökumenischen Gottesdienste auf der Heimatbühne, in der Zeit der „FamilienTräume“, der „Abendquelle“, der „Mittagsgebete“ und der „Zuhörbänkle“, in den Momenten von „Kunst bewegt“, „Musik und Wort zur Andacht“, in „Bibel kreativ“ oder im „Kirchenjahr kompakt“? „Die Ökumene ist viel stärker geworden, die Kirche wirkt stärker in die Stadt hinein“, ist man sich im Lenkungskreis einig. Und: Kirche hat Gesichter bekommen. „Du machst doch auch beim Kirchengarten mit“, sei man des Öfteren angesprochen worden.

Der Kirchengarten auf dem Landesgartenschaugelände war der Dreh- und Angelpunkt der Angebote, die so gut aufeinander abgestimmt waren. Für alle war etwas dabei: für Menschen, die einen Moment der Ruhe suchten, für solche, die über den normalen Horizont hinaus über Gott und die Welt nachdenken wollten und für Menschen mit Behinderung, die hier einfach dabei waren. Zusammengefasst im Motto der Christen auf der Landesgartenschau „Sei Willkommen!“ konnte sich jede und jeder dort auch so fühlen. Im Kirchengarten, stilvoll angelegt als Pilgermuschel, im Mittelpunkt der Gekreuzigte, das Weihwasserbecken und der Altar als Kraftquelle, die alle willkommen heißt und umgeben von praktischen Sitzhockern, konnten diese unsichtbaren Fäden der Gemeinschaft und der Verbundenheit mit Gott gesponnen werden.

Im Lenkungskreis will man kein Ranking vornehmen. Alle Angebote waren sehr gut besucht, weit über die Erwartungen hinaus. „In den Gottesdiensten waren zum Teil über 1000 Besucherinnen und Besucher, manche sind einfach bei Durchschlendern stehen geblieben und haben einen Teil des Gottesdienstes mitgefeiert“, blickt der Lenkungskreis zurück. Auch die Öffnung der Landesgartenschau hinein durch die Blumenhalle im Kreuzgang der Basilika und in die evangelische Stadtkirche im Herzen der Stadt empfinden alle als eine „wunderbare Sache“. Dies sei eines von vielen Zeichen, dass die Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau GmbH eine äußerst gute und für alle Seiten Gewinn bringende war.

Der Lenkungskreis ist auch nach zweieinhalb Jahren intensiver Arbeit nicht müde geworden. Man freut sich an der Gemeinschaft und ist voller Dankbarkeit für erhebende Momente, für laute und ganz leise Zeiten, für Begegnungen mit Seele und Herz. Die Dankbarkeit richtet sich auch, oder besser vor allem, an die über 230 Ehrenamtlichen und an die Ordensgemeinschaften, die sich für das Projekt „Sei Willkommen!“ wie selbstverständlich eingesetzt haben.

Kirche und Glaube sind willkommen. Menschen konnten den Geist Gottes spüren – und dieser wird immer wieder wehen, wenn auch künftig der Kirchengarten an einem Ort auf dem Landesgartenschaugelände belebt wird. Es darf einfach weiterwachsen.