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Foto (Schwenk): v.l. Markus Mengemann, Robert Kloker, Anita Lenz, Jochen Breitweg, Tobias Kriegisch, Hermann Lüffe

Kirche der Zukunft-Steuerungsgruppe

Sibylle Schwenk

„Wir danken Ihnen für die Bereitschaft mitzudenken“. Das sagte Dekan Robert Kloker bei der ersten Zusammenkunft der Steuerungsgruppe für den Prozess „Seelsorge in neuen Strukturen“. Die Steuerungsgruppe wird die Bildung der so genannten „neuen Kirchengemeinden“ begleiten. Zur Erinnerung: Aus den insgesamt 105 Kirchengemeinden des Dekanats Ostalb sollen nach der Entscheidung des Diözesanrats fünf bis sieben neue Kirchengemeinden entstehen.

„Wir können jetzt Strukturen schaffen, die für die nächsten Jahrzehnte tragfähig sind, und den Rahmen bauen, damit Seelsorge vor Ort gelingt“, erläutert Tobias Kriegisch. Dafür sind jetzt die Kirchengemeinden vor Ort gefragt. Bis Ende April sollen sich alle Kirchengemeinden austauschen und positionieren. „Dabei ist es wichtig, dass vor Ort Möglichkeiten ausgelotet und benannt werden“, führt Tobias Kriegisch weiter aus. Dass keine fertigen Konzepte geliefert werden müssen, sondern lediglich „Voten“, ist ihm wichtig. Für das Dekanat sei es allerdings hilfreich, wenn positiv benannt werde, mit welchen Kirchengemeinden bzw. Seelsorgeeinheiten in der nächsten Umgebung eine „neue Kirchengemeinde“ gebildet werden solle. „Die Dekanatsgrenzen und der Zuschnitt der Verwaltungszentren brauchen dabei nicht berücksichtigt werden.“

Ein lebendiger Austausch findet in der neu gebildeten Steuerungsgruppe nach dem Input von Tobias Kriegisch statt. Ihr gehören neben ihm und Dekan Kloker auch Dekanatsrätin Anita Lenz, der ehemalige Diözesanrat Hermann Lüffe, der Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg, Markus Mengemann und der Leiter des Verwaltungszentrum Aalen, Jochen Breitweg, an.

„Es ist wichtig, dass diese Überlegungen von der Basis her kommen“, merkt Markus Mengemann an. „Man muss die Ängste der Menschen vor Ort Ernst nehmen, zum Beispiel die großen Distanzen“, ergänzt Anita Lenz. Für eine völlig offene Diskussion über die neuen Zuschnitte plädiert Jochen Breitweg und Hermann Lüffe ist es wichtig, dass keine fertigen Lösungen seitens des Dekanats „aus der Tasche gezogen werden.“

Obwohl beim Zukunftsforum Ende Januar die Mehrheit dafür war, dass die Steuerungsgruppe einen Vorschlag zur Bildung der neuen Kirchengemeinden machen soll, haben sich die Mitglieder ganz bewusst dagegen entschieden. Man ist einhellig der Meinung, dass sich die Kirchengemeinden ganz unvoreingenommen beraten und positionieren. Nur so könne man zu einem guten und von möglichst Vielen mitgetragenen Ergebnis kommen.

„Wenn die Voten bis Ende April eingegangen sind, kommt die Steuerungsgruppe mit Vorschlägen wieder auf die Kirchengemeinden zu“, erläutert Tobias Kriegisch das weitere Vorgehen.