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Foto (Moninger): Gruppenarbeit beim Dekanatsrat

Lust auf Wandel

Sibylle Schwenk

Ostalbkreis/Ellwangen . Passend zu diesem Thema begann die Sitzung des Dekanatsrats bereits im Gehen auf der Landesgartenschau. Schwester Franziska Trögler und Ansgar Baumann zeigten auf, wie sich Natur wandelt, und wie neue Konzepte auf der Landesgartenschau Lust auf Wandel machen können. Selbst unterwegs zu sein und mutig voran zu gehen, das konnte man dort erfahren.

Im Philipp-Jeningen-Heim in Ellwangen setzte sich der inhaltliche Teil der Sitzung fort. Dekan Robert Kloker und der Gewählte Vorsitzende des Dekanatsrats, Walter Baum, begrüßten die Anwesenden. Pfarrer Sven van Meegen setzte mit einem Gebet zum vierjährigen Jubiläum der Seligsprechung Pater Philipp Jeningens einen passenden Akzent.

Vom Prozess „Kirche der Zukunft“ berichtete Dekanatsreferent Tobias Kriegisch. Sinkende Kirchenmitgliedszahlen und die damit einhergehende schwächer werdende Kirchensteuerkraft, sowie die Abnahme von pastoralem Personal, machen den Prozess notwendig. „Ab dem 01.01.2030 möchten wir in den neuen Strukturen arbeiten“. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart wird aus momentan 1020 Kirchengemeinden auf eine Zusammenlegung in 50 bis 80 neue Kirchengemeinden zusteuern. „Im Dekanat Ostalb sind wir nach Beratungen mit den Kirchengemeinden und im Steuerungskreis auf fünf neue, große Kirchengemeinden gekommen“. Es handele sich hierbei in der Hauptsache um eine Verwaltungsreform, die die pastoralen Mitarbeitenden von Verwaltungsaufgaben entlasten und zeitliche Ressourcen für die Seelsorge frei machen soll.

Die Kirchengemeinden sind angehalten, dem Dekanat bis zum 20.09.26 ein Votum abzugeben, mit welchen anderen Kirchengemeinden sie sich einen Zusammenschluss vorstellen könnten. „Wir sind auf einem guten Weg“, so Tobias Kriegisch. „Die neuen Kirchengemeinden bilden organisatorische Klammern, entscheiden Grundsätze und verwalten diese auf Grundlage einer Grünungsvereinbarung“. Eine Zentralisierung der Seelsorge sei nicht geplant. Wichtig sei bei der Entscheidung jedoch, dass kommunale Erfahrungen nicht auf kirchliche Entscheidungen übertragen werden. „Wir möchten die Lebenswirklichkeit der Menschen und die vorgegebenen Kriterien der Diözese im Blick behalten“, führt Tobias Kriegisch aus.

Ein weiterer Teil der Dekanatsratssitzungen gehörte der Jugend. Die Jugendreferate Ostalb und Heidenheim stellten ihre Arbeit vor. Inhaltlich geht es dort um Bildungsarbeit, Vernetzung, Spiritualität. Als nächste große Events nannten Janina Huber und Silja Puscher die BDKJ-Nachtwallfahrt am 19.09.26 in Böbingen, die 72-Stunden-Aktion vom 10.-13.06.2027 und die Rom-Wallfahrt vom 30.07.-05.08.28.