Zwischen Blumen und Natur den Glauben neu erleben
Sibylle Schwenk
Wenn am 24. April die Landesgartenschau in Ellwangen ihre Pforten öffnet und die liebenswerte Stadt an der Jagst zum Hotspot für alle wird, denen Natur, Geschichte und Kultur viel bedeutet, dann wird auch der „Kirchengarten“ auf dem Landesgartenschau-Gelände seinen Teil dazu beitragen. Unter dem Motto „Sei Willkommen“ finden sich dort in bunten Farben wunderbare Angebote zum Mitmachen, zum Innehalten, zum Zuhören und zum Gottesdienst feiern. Der Lenkungskreis mit Vertreterinnen und Vertretern aus den christlichen Kirchen vor Ort hat sich ein grandioses Programm überlegt.
Die Pilgermuschel steht als Zeichen der Christen auf der Landesgartenschau im Mittelpunkt. In ihr vereint sich ein blühender, spiritueller und kreativer Akkord, auf den sich jetzt schon alle Interessierten freuen können. „Es ist eine wunderbare Gelegenheit für die Kirchen, sich mit einer modernen Vielfalt zu präsentieren“, sagt Schwester Franziska Trögler, Referentin für die Profilstelle Landesgartenschau Ellwangen.
Dass dies bestens gelungen ist, zeigt ein kleiner Streifzug durch die Angebote-Landschaft. Da hört man von „FamilienTräumen“, vom „Mittagsgebet“ oder der „Abendquelle“, man liest interessiert von einem „Zuhörbänkle“ oder von „Bibel kreativ“, von „Kunst bewegt“ oder von der hübschen „Glückspilz-Aktion“. „Letzteres ist aus meiner Arbeit als Seelsorgerin bei Menschen mit Behinderung entstanden“, beschreibt Schwester Franziska. Das Ziel: Über 1000 Pilze aus Ton werden ab dem 22.06.26 auf der Landesgartenschau als bunte Farbtupfer zu bewundern sein. Diese formen in diesen Tagen Menschen mit und ohne Behinderung in der Art und Weise, dass der weiche Ton in die Hand gedrückt, geformt und anschließend gebrannt wird. Die Idee stammt von Claudia Ebert aus dem Stadtdekanat Stuttgart und wird gemeinsam mit Bogumila Kucharzewska-Bojdol, ebenfalls Seelsorgerin bei Menschen mit Behinderung, und vielen weiteren Helferinnen und Helfern umgesetzt.
Die Kunst hat in vielen Facetten einen Platz im Programm der Christen auf der Landesgartenschau. Jeden Sonntagabend um 17.00 Uhr erklingt beispielsweise geistliche Musik mit Orgelwerken, Instrumentalstücken und Gesang in der Basilika oder in der Stadtkirche. Unter dem Motto „Kunst bewegt“ finden sich spannende Installationen, kreative Impulsstationen und Wechselausstellungen, die zum Entdecken einladen. In der Basilika etwa wird der Malerpfarrer Nikolaus Stark seine Werke bis Ende Mai unter dem Titel „Das kreisende Jahr lässt nach des Winters Kälte und Nacht die Erde für Ostern bereiten“.
Insgesamt versprich der „Kirchengarten“ ein Kennenlernen verschiedener kirchlicher Werke und Dienste, Seelsorge-Angebote und Ordensgemeinschaften – eine Einladung zu Gebet, Gespräch, Begegnung und Austausch.
Neben all diesen tollen Ideen gibt es natürlich auch ganz klassische Elemente. So wird am 26. April um 10.30 Uhr ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst gefeiert und darauf folgend an jedem Sonntag und an Feiertagen.
Das Programm, das der Lenkungskreis der christlichen Kirchen auf die Beine gestellt hat, zeigt Kirche modern und mit begeisternden Ideen, wie Glaube neu entdeckbar, neu erlebbar sein kann. Es bietet die Möglichkeit – eingebettet in das „Aufblühen“ der Stadt – die persönliche Spiritualität und Kreativität neu zu entdecken, zu entfalten und auf sich wirken zu lassen.

