Was bleibt eigentlich von Ostern?
Robert Kloker in der Reihe „Wort zum Sonntag“
Vor knapp einer Woche haben wir wieder Ostern gefeiert, das wichtigste Fest der Christenheit. Eigentlich feiern die Christen das nicht nur an einem Tag. Es folgte der Ostermontag, dann jetzt die österliche Festwoche (Oktav) bis zum morgigen Sonntag und schließlich die 50-tägige österliche Festzeit, die mit Pfingsten dann abschließt.
Schon diese formalen Gegebenheiten signalisieren: So schnell ist man mit Ostern nicht fertig! Ostern benötigt mehr Zeit! – Und die für mich spannende Frage lautet: Was bleibt von Ostern, wenn der ganz normale Alltag wieder beginnt und die Sorgen des täglichen Lebens uns wieder einholen.
Für mich persönlich heißt das Fazit: Es bleibt eine Spur positive Lebensenergie. Wenn wir auf die ganze Palette der österlichen Berichte in der Bibel schauen, stimmen sie in einem Faktum auf jeden Fall überein: Aus einer traurigen und mutlosen Jüngerschaft Jesu werden plötzlich überzeugte und überzeugende Botschafterinnen und Botschafter für die Auferstehung ihres Herrn. Das kann nicht grundlos geschehen sein. Die Erscheinungen des Auferstandenen müssen so überwältigend gewesen sein – wie immer sie sich ereignet haben -, dass Menschen darauf neue Zuversicht und neue Hoffnung geschöpft haben.
Und diese Spur positiver Lebensenergie möchte auch ich mir bewahren über Ostern hinaus und ich wünsche es auch vielen anderen Menschen. Was wäre unser Leben ohne diese hoffnungsvolle Perspektive? An Ostern hat Gott sein Ja zum Leben und zum Menschen endgültig gesprochen. Von diesem Ja Gottes dürfen wir leben, täglich neu. Es trägt uns in den verschiedensten Herausforderungen unserer Zeit, seien sie nun eher global oder persönlich begründet.
Nehmen wir doch diese Spur positive Lebensenergie mit, die von Ostern für unseren Alltag bleibt!

