Valentinstag, ein Feiertag?! Ja!
Romanus Kreilinger in der Reihe „Wort zum Sonntag“
Valentinstag, ein Feiertag?! Ja – vor allem für Blumenhändler und Pralinenhersteller, könnte man meinen. Denn vermutlich werden an keinem Tag im Jahr mehr rote Rosen und Pralinen verkauft, als am 14. Februar. Aber tatsächlich hat der Tag der Liebenden eine christliche Vorgeschichte!
Der Valentinstag geht mutmaßlich auf den heiligen Valentin von Terni zurück, einen Märtyrer aus dem 3. Jahrhundert. Gegen das Verbot des römischen Kaisers und Christenhassers Claudius II traute der Geistliche heimlich Paare nach christlicher Tradition und besiegelte die Ehe mit Blumengeschenken.
Legenden erzählen auch von einem Valentin, der immer wieder hinaus auf die Straßen ging, um das Evangelium zu verkünden und die Menschen in ihrem Glauben zu unterstützen. Es heißt, er habe den Menschen, die vorbeikamen, bunte Blumensträuße aus seinem Klostergarten geschenkt.
Auf Befehl des Kaisers wurde Valentin am 14. Februar 269 enthauptet. Die Ehen, die er geschlossen hatte aber, standen laut der Legende unter einem besonders guten Stern. Noch heute gilt Valentin darum als Schutzpatron der Verliebten und Verlobten
Valentin, ein Mensch, der für die Liebe sein Leben riskiert und verloren hat. Weil er erkannt hat, was wirklich zählt im Leben: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“ (1. Kor 12,13)
Da hat sich jemand trotz aller Widerstände und trotz Todesgefahr für einen der wichtigsten Grundsätze des Christentums eingesetzt: die Liebe zu seinen Nächsten. Und wenn sich die manchmal am besten in Blumen und schönen Worten ausdrücken lässt, in Küssen oder einem Lächeln – dann sollte es dafür einen eigenen Tag geben.
Auch wenn der Valentinstag als kommerzielles Fest kritisiert wird, bleibt seine Botschaft der Liebe und Zuneigung ungebrochen. Es ist ein Tag, an dem wir dank des einst kopflosen Valentins innehalten und unseren Liebsten zeigen, wie viel sie uns bedeuten – sei es durch eine kleine Geste, ein liebevolles Wort oder ein humorvolles Augenzwinkern. Am besten allerdings an 365 Tagen im Jahr.

